Zuckerrüben-Blattkrankheiten

Zuckerrüben-Blattkrankheiten: aktueller Stand

Zu den Kontrollen der repräsentativen Felder vom 30.07.2018: Die Cercospora stagniert, Mehltau kann vereinzelt beginnen, auf den noch nicht behandelten Flächen. Wurde behandelt, wird der Mehltau mit erfasst. Nicht beregnete Flächen: Im Vergleich zur Vorwoche kaum Zunahme der Cercospora und auch innerhalb der letzten 3 Wochen kaum Zunahme. Solange die starke Trockenheit und die geringe Luftfeuchte anhalten, bestehen keine Infektionsbedingungen. Die Cercospora benötigt nicht unbedingt tropfbares Wasser, sondern kann auch bei Luftfeuchtigkeit über 91 % in Verbindung mit Tau infizieren. Diese Bedingungen herrschen zur Zeit nicht. In Einzelfällen wurde die Bekämpfungsschwelle für die 2. Fungizidbehandlung überschritten (15 % befallene Blätter bis Mitte August, 45 % ab Mitte August), z.B. auf dem Probefeld O-Flörsheim mit 3jährigem Rübenabstand, im Allgemeinen jedoch nicht. Ob eine zweite Spritzung notwendig wird, zeigt sich erst nach Ende der derzeitigen Witterung. Beregnungsflächen: Sehr heterogenes Bild. Je früher die Beregnung einsetzte und je häufiger beregnet wurde, desto eher schreitet die Cercospora fort und umgekehrt. Regionale Niederschläge (z.B. Worms-Leiselheim am 15.07.) scheinen auch eine Rolle zu spielen. Insgesamt nahm aber die Befallsstärke seit der letzten Woche kaum zu (Ausnahme Worms-Horchheim, Spritzfenster). Es scheint vertretbar, die 3. Behandlung in etwas verlängertem Abstand vorzunehmen bzw. erst vor oder nach der nächsten Beregnung. Bekämpfungsschwelle für die 3. Behandlung: 15 % befallene Blätter bis Mitte August, 45 % ab Mitte August. Soweit noch nicht 2 Behandlungen mit Funguran Progress 1,25 kg/ha erfolgt sind, kann dieser Zusatz zum Azol-Fungizid bei der nächsten Spritzung in diesem Resistenzgebiet noch erfolgen. Nord-westliches Rheinhessen und angrenzendes Gebiet Richtung KH: Obwohl die empfindliche Bekämpfungsschwelle von 5 % befallener Blätter inzwischen auch hier meist überschritten ist, haben wir hier ein sehr geringes Befallsniveau von Cercospora und auch keine Befallszunahme. Derzeit ist keine Notwendigkeit für eine zweite Fungizidbehandlung absehbar, zumindest solange die trockene Witterung anhält.

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