Entscheidungshilfe für den Einsatz von Silierhilfsmitteln mit dem DLG Gütezeichen im Milchviehbetrieb

Stand: 04/19/2021
Zum ersten Schnitt ist der Einsatz von Siliermitteln auch bei guten Ausgangsbedingungen sinnvoll. Begründung: Bei niedrigen Temperaturen (Nachttemperaturen < 10 °C), wie sie Anfang bis Mitte Mai noch üblich sind, ist die Zahl der epiphytischen Milchsäurebakterien noch sehr gering. Unter epiphytischen Milchsäurebakterien versteht man den natürlichen Besatz an Milchsäurebakterien auf den Pflanzen. Diese vermehren sich erst, wenn die Nachttemperatur an 3 Tagen hintereinander über 10 °C liegt. Ein geringer Milchsäurebesatz wirkt sich negativ auf die Milchsäurebildung und damit die Stabilität der Silage aus. Bei niedrigen Temperaturen ist der Einsatz eines Silierhilfsmittels auf Basis von Milchsäurebakterien deshalb sinnvoll. Der morgendliche Blick auf das Thermometer oder die Internetseite der Agrarmeteorologie Rheinland-Pfalz (www.wetter.rlp.de) lohnen sich.


Weiterführende Informationen zum Thema:
im Fachportal Tierhaltung (unter > Fachinformationen >Rinder > Fütterung)
Die wichtigsten Regeln für eine optimale Grassilagebereitung finden Sie hier.


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